"Wie
bitte? Der Welpe soll ....... Euro kosten? Ja, sind Sie denn verrückt?"
schimpft der Anrufer und knallt wutentbrannt den Hörer auf.
Ein
anderer versichert, die gleiche Hunderasse werde per Zeitungsinserat für nur
150,00 Euro angeboten. "Sie wollen sich mit den Hunden nur eine „goldene Nase“
verdienen" wettert ein weiterer Anrufer.
Solche
Ereignisse gehören zum Züchteralltag. Zumindest wenn die Zucht mit Verantwortung
und finanziellem Einsatz betrieben wird, was bei weiten nicht immer der Fall
ist.
Wie setzt
sich ,den nun eigentlich der relativ hohe Grundpreis von einem Rassehund
zusammen?
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medizinischen Kontrolle der Zuchthunde
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Auswahl
geeigneter Zuchthunde ( Decktaxe, Fahr~ u. Übernachtungskosten etc.)
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medizinische Versorgung während der Trächtigkeit
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optimale
Unterbringung und spezielle Fütterung der trächtigen Hündin
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Impfungen
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Wurmkuren
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Transponder
( Mikrochip)
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Papiere des
Zuchtverbandes
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Anforderungen des Zuchtverbandes an die Zuchthunde ( HD-Röntgen,
Zuchttauglichkeitsüberprüfung, Ausstellungen usw.)
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strenge
Auflagen und Begrenzung der Würfe der einzelnen Hündin, innerhalb eines
Jahres.
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spezielles
Welpenaufzuchtsfutter und Zusätze
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enormer
zeitlicher Aufwand seitens des Züchters
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Betreuung
und Hilfestellung auch ,nach den Verkauf des Hundes
Billigangebote:
Wer
auch nur etwas Ahnung von Hunden, artgerechter Haltung und den enormen Aufwand
des Züchters hat, der kann sich sicherlich vorstellen warum ein Welpe aus einer
seriösen Zucht nicht als Billigangebot abgegeben werden kann.
Geht
doch, sagen Sie! Die Zeitungen sind voll davon. Eben genau so ist es, nur wie
können einige Züchter das machen und andere nicht? Haben Sie sich darüber schon
einmal Gedanken gemacht? Nein?
Eine
Massenproduktion von Welpen ist die eine Möglichkeit, die Haltung sowie fehlende
medizinische Betreuung die andere.
Oftmals
werden diese armen Würmchen dann viel zu früh von der Mutter weggenommen.
Wurmkuren und Impfungen sind nicht erfolgt.
Eine
medizinische Überwachung der Mutterhündin sowie der Welpen hat es nie gegeben.
Der
Zustand der Mutterhündin lässt sich nur erahnen.
Kauf
aus Mitleid:
ja,
genau deshalb habe ich mir gerade einen Welpen bei dem unseriösen Züchter
gekauft. Bei mir hat der Hund es dann doch gut. Ich habe doch was für den
Tierschutz und zur Rettung dieses Welpen getan.
Denken
Sie!
Tatsache aber ist, wirklicher Tierschutz wäre es, keinen Hund von einen
unseriösen Züchter zu kaufen. Denn wenn alle Welpen verkauft sind, wird diese
arme Hündin mit großer Wahrscheinlichkeit gleich wieder bei der nächsten
Läufigkeit neu belegt und nach 6 Monaten hat Sie bereits einen neuen Wurf
Welpen.
Aber
mein Hund ist doch trotz dem viel billiger gewesen:
sagen
Sie! Ein Welpe der aus schlechten Verhältnissen kommt, weist oft gesundheitliche
Probleme oder auch charakterliche Schwächen auf.
Dies
kann erhebliche Folgekosten oder große Schwierigkeiten im Umgang mit dem Hund
nach sich zeihen. Nicht selten sind die ersten Tierarztrechnungen weit höher als
der eigentliche, scheinbar günstige Kaufpreis der Welpen und der neue Besitzer
hat das Nachsehen. Auch wenn der neue Welpe gesund sein sollte aber keine
Grundimpfungen bekommen hat, kommt schon ein beachtliches Sümmchen beim Tierarzt
zusammen, wenn Sie dieses grobe Versäumnis vom Züchter nachholen lassen möchten.
Natürlich ist auch nicht auszuschließen, dass ein Welpe aus einer seriösen Zucht
erkrankt. Eine Garantie auf Gesundheit hat der Hundekäufer nie. Dennoch ist die
Wahrscheinlichkeit einen kranken Hund zu erwerben geringer, wenn man von
vorneherein nach einem verantwortungsbewussten Züchter Ausschau hält, der etwas
von Hunden und Genetik versteht.